Fußnoten

Betrachtungen zu einigen Fundstellen in den Voten

Sanierungsstau

Viele Voten bescheinigen dem einen oder anderen Objekt einen Sanierungs­stau. Meistens wird dieser in größer Höhe geschätzt und versetzt den Leser natürlich in sofortige Unruhe. Dieser Begriff dürfte aber ohne Belege durch weitere Fakten in einem seriösen Dokument keinesfalls vorkommen.

Geschätzte Zahlen sind zwar oft die einzigen, die man hat, aber hier kann man in der Regel gar nichts damit anfangen. Denn die Bezugsgrößen bleiben im Dunkeln. Wenige Voten berufen sich auf eine Begehung mit unabhängigen Fachleuten. Sie können also nicht vom detaillierten Gebäudezustand (IST) sprechen. Es wäre ja schön, wenn es eine Datenbank oder ein Gebäude­informations­system gäbe, welches diese Gebäudedaten speichern könnte. Noch wird vom Grad des Zustands (SOLL) nach erfolgter Sanierung gesprochen. Man stellt sich ja meist den Zustand „Wie neu“ vor, aber der ist kaum das Ziel. Es wird also der Sanierungsbegriff sehr fragwürdig bemüht.

Wenn der PEP also den Anstoß geben könnte, ein Gebäude­informations­system einzuführen, so dass man sich jederzeit auf zuverlässige Informationen beziehen könnte, so wäre das ein großer Erfolg.

In Zukunft dürfte es überhaupt nicht mehr zu derartigen Situationen kommen. Alle Gebäude sollten in einem noch zu definierenden Überwachungs- und Berichtsverfahren eingebunden sein und die Gemeindemitglieder und die Verantwortlichen sollten jederzeit Zugang zu aktuellen Daten haben.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.