Orientierungshilfe Eucharistie

Die Deutsche Bischofskonferenz hat jetzt ihre Orientierungshilfe zur gemeinsamen Teilnahme in konfessionsverbindenden Ehen an der Eucharistie veröffentlicht.

Auf 39 Seiten bekommt der Leser sehr viele Facetten dieses theologischen und praktischen Problems vermittelt, welches seit Ende Februar in der Diskussion ist und Wellen bis in den Vatikan geschlagen hat.

Ihr voller Titel lautet:

Orientierungshilfe

Mit Christus gehen –
Der Einheit auf der Spur

Konfessionsverbindende Ehen und
gemeinsame Teilnahme an der Eucharistie

Der Papst hatte das Thema in einer Erklärung in Lund zum 500jährigen Jubiläum der Lutherischen Reformation selbst angesprochen.

Viele Mitglieder unserer Gemeinschaften sehnen sich danach, die Eucharistie in einem Mahl zu empfangen als konkreten Ausdruck der vollen Einheit. Wir erfahren den Schmerz all derer, die ihr ganzes Leben teilen, aber Gottes erlösende Gegenwart im eucharistischen Mahl nicht teilen können. Wir erkennen unsere gemeinsame pastorale Verantwortung, dem geistlichen Hunger und Durst unserer Menschen, eins zu sein in Christus, zu begegnen. Wir sehnen uns danach, dass diese Wunde im Leib Christi geheilt wird. Dies ist das Ziel unserer ökumenischen Bemühungen. Wir wünschen, dass sie voranschreiten, auch indem wir unseren Einsatz im theologischen Dialog erneuern.

Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) lobte die Veröffentlichung nach „manchen Wirren und Wegen“ in ihrer Pressemitteilung .

Die EKD nennt den Text eine „pastorale Handreichung“. Die DBK muss noch erklären, was mit dem neuen Status einer „Orientierungshilfe in der Verantwortung der einzelnen Bischöfe“ genau gemeint ist.

Auf dieser Seite finden sich Links zu verschiedenen Briefen und Verlautbarungen in der Sache.

Hier eine Erklärung des Bischofs von Essen vom 05.07.2018.
Und hier entsprechende Erklärungen der Bistümer Erfurt, Magdeburg (hier auch), Speyer (und hier).
Etwas kritischer verlautet es in Bamberg.

Jetzt melden sich auch die Kirchenrechtler zu Wort. Nein – Bischöfe – das geht nicht, sagt dieser Beitrag.
Ein anderer Kommentar sieht gleich ein richtiges Schisma heraufziehen.

Stand: 18. Juli 2018

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