Recht auf Leben

Das Recht auf Leben ist ein Grundrecht. Im christlichen Selbstverständnis ist das als solches völlig unzweifelhaft. Der in der Bibel dargestellte erste Mord des Kain an seinem Bruder Abel ruft Abscheu und Entsetzen hervor. In den Zehn Geboten steht klar und unmissverständlich: „Du sollst nicht töten!“.

Trotzdem ist die Bibel voller Morde, Attentate, Kriege und Verbrechen, welche auch im Volk Gottes begangen werden. Also doch nicht alles so klar?

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Die Evangelien – die Fakten

Unter „Evangelien“ verstehen wir die vier sog. „kanonischen“ Evangelien, welche die Namen Matthäus (Mt), Markus (Mk), Lukas (Lk) und Johannes (Jh) tragen.

  1. Die Namen der Evangelien bedeuten nach heutiger Kenntnis nicht, dass ihre Autoren auch so hießen.
  2. Über die Autoren sind keine gesicherten Erkenntnisse bekannt.
  3. Man weiß nicht, ob Mt und Jh die gleichnamigen Apostel waren.
  4. Es ist nicht bewiesen, dass Mk Schüler des Apostels Simon Petrus und Lk einer des „Apostels“ Paulus von Tarsus gewesen ist. Es gab Schüler dieser beiden, die tatsächlich so hießen, aber man weiß nicht, ob sie Evangelien geschrieben haben.
  5. Lk hat auch die Apostelgeschichte geschrieben.
  6. Es gibt viele Fragmente, die jeweils kleine Bruchstücke eines Evangeliums enthalten.
  7. Das älteste Fragment ist ein Papyrus aus dem Jahre 125 mit wenigen Worten aus Jh.
  8. Mt ist durch ein Blatt eines Papyrus aus dem frühen 3. Jh bezeugt.
  9. Es gibt keine Handschrift, die ein vollständiges Evangelium allein enthält.
  10. Es gibt nur Handschriften, in denen sie entweder alle oder nur Mt, Mk und Lk vorkommen.